Ende Februar dieses Jahres besuchte die Jahrgangsstufe 12 des Profilfachs Mechatronik der Claude-Dornier-Schule mit dem Seminarkurs „Sondergebiete der Technik“ die Firma wenglor sensorics GmbH im benachbarten Tettnang.
Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei vielfältige Einblicke in industrielle Abläufe, wie sie im schulischen Alltag einer gewerblichen Schule nur begrenzt vermittelt werden können. Nach einer anschaulichen Unternehmens- und Produktpräsentation standen insbesondere die Tätigkeitsfelder von Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie die Prozesse in der Produktentwicklung im Mittelpunkt. Zudem wurde erläutert, wie eng Abteilungen wie Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung, Produktdesign, Software- und Hardwareentwicklung zusammenarbeiten müssen, damit ein neues Produkt erfolgreich entstehen kann.
Dabei wurden zentrale Fragen beantwortet: Welche Aufgaben übernimmt ein Ingenieur? Welche Aspekte sind bei einer Produktentwicklung zu berücksichtigen? Wie verlaufen die einzelnen Entwicklungsphasen? Und welche Risiken sowie Herausforderungen gilt es zu beachten?
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den anspruchsvollen Anforderungen an Sensoren in unterschiedlichen Einsatzbereichen – etwa in der Medizin- und Lebensmitteltechnik oder in explosionsgefährdeten und besonders extremen Umgebungen.
Im hauseigenen Showroom wurden verschiedene Sensorarten anhand beeindruckender Präsentationsaufbauten demonstriert. Die Schülerinnen und Schüler erhielten detaillierte Erklärungen zu Funktionsweise, Einsatzgebieten sowie Vor- und Nachteilen der jeweiligen Sensoren und konnten individuelle Fragen stellen.
Anschließend folgte eine Führung durch die Produktion. Dabei bekamen die Teilnehmenden Einblicke in ein modernes, vollautomatisiertes Hochregallager, eine automatisierte Löt- und Bestückungsanlage für Platinen sowie in das Entwicklungslabor. Dort werden Sensoren unter realistischen Extrembedingungen getestet und beispielsweise unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten, Temperaturschwankungen, elektromagnetischen Einflüssen (EMV) und Erschütterungen ausgesetzt.
Der Ausflug war für die Schülerinnen und Schüler äußerst bereichernd und wurde durchweg positiv aufgenommen. Möglicherweise konnten dabei sogar erste Kontakte für eine spätere Ausbildung oder ein Studium geknüpft werden.


