VAB bietet neues berufliches Profil an

Seit Anfang dieses Schuljahres bietet die Schulart Vorqualifizierungsjahr Arbeit-Beruf (VAB) der gewerblichen beruflichen Schule ein weiteres Berufs-Profilfach zum praktischen Kennenlernen an – es handelt sich um den Berufszweig Sanitär-Heizung-Klima (SHK).

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten die Schüler*innen beachtliche Projekte bearbeiten und fertigstellen, die das Ziel haben, den Schüler*innen handwerkliche Fähigkeiten abzuverlangen bzw. zu lehren, die in diesem Berufsfeld in der Grundbildung zur Anwendung kommen. So wurden Kupferrohre so miteinander fachmännisch verlötet, dass ein Kerzenständer zur Weihnachtszeit fertiggestellt werden konnte. Bei dem Nachfolgeprojekt wurden Bleche so zugeschnitten, umgeformt und schließlich passgenau ausgerichtet und verbunden, dass jeder Schüler*in einen amerikanischen Briefkasten herstellte. Eine Blech-Rose aus Kupferblech herzustellen, war eine weitere Übung, die hier insbesondere die Feinmotorik der Schüler*innen herausforderte.

Das neue Berufsfeld wurde für das laufende Schuljahr vom Abteilungsleiter Ralf Swysen geplant und umgesetzt, um zu helfen, dem ständigen Fachkräftemangel in diesem systemrelevanten Handwerksberuf entgegenzuwirken. So lernen die Schüler*innen während der einjährigen Berufsvorbildung einige der beruflichen Inhalte des ersten Ausbildungsjahres mit 4 Stunden in der Woche. Ferner haben die Schüler*innen dann die Chance, zwei mal zwei Wochen ein Praktikum in einer der SHK-Firmen zu machen.

Der Innungsobermeister Alfred Keller, der eigens zur Wertschätzung dieses ins Leben gerufenen beruflichen Profils in die Schule kam, lobte das Engagement von der Technischen Oberlehrerin Heike Sommer und zollte seinen Respekt ob der vielen Unterrichtsausfälle in diesem Schuljahr, solch professionelle Arbeiten fertiggestellt zu haben. Er verwies die Schüler*innen auf die 35 der insgesamt 80 SHK-Betriebe, die in seinem Innungsbezirk angesiedelt seien und ausbilden würden. Er ermutigte die VAB-Schüler*innen ihre Bewerbung für ein weiteres Praktikum oder einer Ausbildungsstelle dort abzugeben, denn sie hätten den übrigen Bewerben durch ihre hier im VAB erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten einiges voraus. An den Abteilungsleiter Ralf Swysen richtete er seinen Wunsch, dieses Berufsfeld an der Claude-Dornier-Schule möglichst beizubehalten. Es sei wegweisend und einzigartig im Bodenseekreis, Kreis Konstanz und Kreis Ravenburg.

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